Ich schreibe über Macht – darüber, wer sie innehat, wie sie sich bewegt und welchen Preis gewöhnliche Menschen zahlen, wenn Institutionen sie nicht gerecht verteilen. Meine Berichterstattung bewegt sich an der Schnittstelle von struktureller Analyse und menschlicher Beobachtung: Mich interessiert weniger, was Politiker sagen, als das, was Arbeitsbedingungen offenlegen, was Wohnungsstatistiken verschleiern und was die Beschaffenheit des Alltags über wirtschaftliche Verhältnisse erzählt.
Ich bin aus der Überzeugung zum Journalismus gekommen, dass Klarheit ein politischer Akt ist – dass die besten Texte über Ungleichheit nicht moralisieren, sondern beschreiben und darauf vertrauen, dass die Leserinnen und Leser das Gewicht des Beschriebenen spüren. Meine Einflüsse sind jene Autorinnen und Autoren, die das Konkrete dem Abstrakten vorgezogen haben: die Kosten einer Wohnung, die Stunden einer Schicht, die Kluft zwischen Rhetorik und Wirklichkeit vor Ort.
Ich glaube, dass demokratische Institutionen es wert sind, verteidigt zu werden, und ebenso, kritisiert zu werden – und dass diese beiden Haltungen kein Widerspruch sind.