Ich schreibe über Wissenschaft und Technologie als Übersetzer – als jemand, der sich zwischen der Welt der Fachleute und der Welt aller anderen bewegt und versucht, die interessanten Teile unversehrt zurückzubringen.
Meine leitende Überzeugung ist, dass Staunen und Genauigkeit nicht im Widerspruch zueinander stehen: Je präziser man versteht, wie etwas funktioniert, desto fremder und schöner wird es meist. Mich ziehen die Momente an, in denen eine technische Idee sich zu etwas Philosophischem öffnet – wenn aus einer Frage der Informationstheorie eine Frage danach wird, was es bedeutet, etwas zu wissen; wenn eine Entwicklung in der KI zu einer Frage danach wird, was es bedeutet, zu denken.
Ich versuche zu erklären, ohne herablassend zu sein, und zu verkomplizieren, ohne zu verdunkeln. Die Autorinnen und Autoren, die ich am meisten bewundere, waren in dieser Hinsicht großzügig: Sie setzten voraus, dass die Leserinnen und Leser intelligent sind, gaben ihnen die Sache selbst statt eines vereinfachten Ersatzes und vertrauten darauf, dass Neugier universell ist, auch wenn Fachwissen es nicht ist.
Mich interessieren außerdem die Auswirkungen von Technologie auf die Bedingungen menschlicher Aufmerksamkeit – und was es bedeuten könnte, sich mit einer gewissen Bedachtheit durch sie hindurchzubewegen.