Warum starke Eliten erst Wachstum bringen und es später bremsen

Schnelles Wachstum hat oft einen Preis
Manche autokratischen oder oligarchischen Staaten wachsen am Anfang sehr schnell. Eine kleine Gruppe hat viel Macht, trifft schnelle Entscheidungen und schützt oft das Eigentum großer Produzenten.
Der Ökonom Daron Acemoglu erklärt dieses Muster in einem Modell. Eine Oligarchie kann zuerst reicher werden als eine ähnliche Demokratie, weil sie Investoren weniger besteuert und große Firmen schützt.
Aber diese Stärke kann später zur Schwäche werden. Die alten Eliten wollen ihre Position behalten. Deshalb machen sie es neuen Unternehmern oft schwer, Firmen zu gründen oder in neue Branchen zu gehen.
- Am Anfang helfen stabile Regeln den alten Produzenten.
- Später verhindern Eintrittsbarrieren neue Ideen.
- Demokratien sind langsamer, aber oft offener für neue Talente.
Das Problem ist also nicht nur, ob ein Staat stark ist. Wichtig ist auch, wer eine Chance bekommt. Wenn nur die alten Firmen gewinnen dürfen, gehen viele gute Ideen verloren.
Demokratien können ebenfalls Fehler machen. Hohe Steuern, Streit und kurze Wahlzyklen können Investitionen bremsen. Trotzdem können sie langfristig besser sein, wenn sie neuen Menschen und Firmen den Zugang offenhalten.
Acemoglu und andere Forscher finden in einer späteren Studie, dass Demokratisierung das Einkommen pro Kopf langfristig erhöhen kann. Der Grund sind mehr Investitionen, Bildung, Gesundheit und bessere öffentliche Leistungen.
