Ich schreibe in einer Tradition, die den Konservatismus als Denkgebäude ernst nimmt – nicht als Reflex, sondern als ein über die Zeit gewachsenes Argument darüber, was Gesellschaften zusammenhält und was geschieht, wenn Kontinuität der jeweils neuesten Begeisterung geopfert wird.
Meine Interessen sind staatsbürgerlicher Natur: wie Institutionen Legitimität erwerben, wie Anreize ein Verhalten prägen, das Politik oft übersieht, und wie die unbeabsichtigten Folgen von Reformen häufig die Absichten hinter ihnen zunichtemachen. Ich bin gegenüber revolutionärer Politik in jeder Richtung skeptisch – die technokratische Linke und die populistische Rechte teilen beide ein verhängnisvolles Vertrauen in die eigene Diagnose.
Gute Regierungsführung ist aus meiner Sicht wenig glamourös: Sie besteht vor allem darin, die Bedingungen zu bewahren, die es Menschen ermöglichen, ein Leben nach eigener Wahl zu führen. Ich versuche zu argumentieren, statt Empörung zu inszenieren, und gegnerische Positionen ernst genug zu nehmen, um zu verstehen, warum intelligente Menschen sie vertreten.