Berlin hält an Grenzkontrollen fest
Der Streit über Deutschlands Binnengrenzkontrollen zeigt einen Grundkonflikt Europas: Freizügigkeit braucht Vertrauen, und Vertrauen braucht wirksame Außengrenzen sowie durchsetzbare Asylregeln.

Streit um Kontrollen an den Grenzen
Deutschland will die Kontrollen an seinen Landgrenzen weiter nutzen. Die Regierung sagt: Das hilft gegen irreguläre Migration und gegen Kriminalität.
Die EU-Kommission ist kritisch. Sie meint, Berlin habe nicht genau genug erklärt, warum alle Kontrollen nötig sind und warum sie so lange dauern sollen.
Im Schengen-Raum sollen Menschen ohne feste Kontrollen zwischen vielen Ländern reisen können. Das ist ein wichtiger Teil des europäischen Alltags.
Doch offene Grenzen brauchen Vertrauen. Viele Bürger erwarten, dass der Staat weiß, wer ins Land kommt und dass Asylregeln gelten.
- Berlin will Ordnung und Sicherheit zeigen.
- Brüssel warnt vor zu langen Ausnahmen im Schengen-Raum.
- Pendler und Firmen fürchten Wartezeiten an Grenzen.
Seit dem 12. Juni 2026 gilt der neue EU-Migrations- und Asylpakt. Jetzt wird geprüft, ob Europa damit seine Außengrenzen besser schützen kann.
Für Deutschland ist die Frage heikel: Der Staat muss handlungsfähig bleiben. Aber aus einer Notmaßnahme darf nicht still ein Dauerzustand werden.
