Ungarn wählt: Was stimmt mit Orbán nicht?

Ungarn wählt am 12. April
In einer Woche wählen die Ungarn ein neues Parlament. Ministerpräsident Viktor Orbán regiert das Land seit 16 Jahren. Jetzt hat er einen starken Gegner: Péter Magyar. Magyar führt die Tisza-Partei. In den Umfragen liegt er weit vorne — 56 Prozent gegenüber 37 Prozent für Orbán.
Orbán hat oft nicht die Wahrheit gesagt
Journalisten und Experten haben viele Aussagen von Orbán geprüft. Sie haben Fehler gefunden. Orbán sagt zum Beispiel, die ungarische Wirtschaft sei sehr stark. Aber laut Eurostat liegt Ungarn beim Lebensstandard 28 Prozent unter dem EU-Durchschnitt. Orbán sagt auch, er sei für den Frieden. Gleichzeitig blockiert er EU-Hilfe für die Ukraine.
Russland hilft Orbán im Wahlkampf
Die Financial Times berichtet: Russland hat eine geheime Kampagne gestartet, um Orbán zu helfen. Das Ziel ist es, falsche Nachrichten über seinen Gegner Magyar zu verbreiten. Auch das Netzwerk Storm-1516 — eine russische Desinformationsgruppe — hat gefälschte Artikel über Magyar im Internet verbreitet.
Bekannte Lügen und Falschaussagen von Orbán:
- Er sagt, Ungarn sei 2009 fast bankrott gegangen. Das ist nicht wahr — eine offizielle Untersuchungskommission fand keine Beweise dafür.
- Er behauptet, die Wirtschaft boome. Aber Ungarns Wirtschaft ist langsamer gewachsen als der EU-Durchschnitt — nur 0,5 Prozent pro Jahr in 2024 und 2025.
- Er sagt, die Opposition wolle Krieg. Kein Oppositionspartei hat das jemals gefordert.
Viele Europäer hoffen, dass Orbán diese Wahl verliert. Über drei Viertel der EU-Parlamentarier unterstützen seinen Gegner Magyar.
