Mehr Bewegung in der Betreuung: Ein Onlinekurs macht noch keinen Erfolg
Eine australische Studie zeigt begrenzte Gesamtergebnisse und ermutigende, aber unsichere Befunde bei zertifizierten Einrichtungen.

Was die neue Studie zeigt
Eine Studie in JAMA Network Open untersuchte 197 Einrichtungen in Australien. Dort werden Kinder vor und nach dem Unterricht betreut.
Ein Programm sollte mehr Bewegung und weniger Bildschirmzeit in der Freizeit fördern. 101 Einrichtungen bekamen Zugang dazu, 96 arbeiteten wie bisher.
Die Gruppen wurden per Zufall festgelegt. Zum Programm gehörten Onlinekurse, praktische Materialien und Regeln für den Alltag.
Nach zwölf Monaten zeigte sich im Vergleich kein klarer Vorteil bei Regeln, Bewegung der Kinder oder ihrer Bildschirmnutzung.
Einige Veränderungen, offene Fragen
Betreuungskräfte unterstützten Bewegung vor dem Unterricht häufiger. Außerdem war mehr Bewegungsmaterial verfügbar. Das beweist nicht automatisch, dass Kinder sich mehr bewegten.
- Teams können Zeit zum Ausprobieren von Spielideen einplanen.
Nur 48 der 101 Einrichtungen mit Programm erreichten ein Zertifikat. Bei ihnen waren manche Ergebnisse besser, doch sie könnten auch mehr Unterstützung gehabt haben.
Ein Zertifikat allein erklärt die besseren Ergebnisse nicht. Die Einrichtungen könnten sich schon vorher unterschieden haben.
Der Vergleich beweist nicht, dass das Programm allein die Ursache war. Die Studie stammt aus Australien; ein Erfolg in Deutschland ist nicht nachgewiesen.
Ein Fachkommentar erschien ebenfalls, ist aber keine zweite Studie. Ein Kurs kann Ideen geben; ein Team muss sie im Alltag umsetzen können.
