Kapitalistischer Realismus: Warum das Thema 2026 wieder stark diskutiert wird

Was bedeutet kapitalistischer Realismus?
Kapitalistischer Realismus ist die Idee, dass viele Menschen den Kapitalismus als einzige mögliche Ordnung sehen. Alternativen wirken dann unrealistisch oder zu weit weg.
Der Kulturtheoretiker Mark Fisher machte den Begriff bekannt. Er beschrieb ein Klima, in dem man sich das Ende der Welt leichter vorstellen kann als das Ende des Kapitalismus.
Warum ist das Thema 2026 wieder so präsent?
Ein Guardian-Bericht vom 17. April 2026 beschreibt, wie ein neuer Dokumentarfilm über Mark Fisher viele Debatten auslöst. Laut dem Bericht wurden bis Dezember 2025 mehr als 250.000 englische Ausgaben von Capitalist Realism verkauft.
Die Filmseite von Close and Remote listet für 2025 und 2026 sehr viele Vorführungen in Europa, den USA und Australien. Das zeigt: Fishers Ideen werden nicht nur gelesen, sondern auch in Gruppen diskutiert.
- Viele erleben Mieten, Arbeit und Zukunft als unsicher und suchen politische Orientierung.
- Linke Debatten drehen sich wieder stärker um Klasse, Alltag und gemeinsame Organisierung.
Ein EL PAIS Beitrag aus Barcelona beschreibt volle Veranstaltungen zu Fisher und eine neue Diskussion über materielle Politik. Gleichzeitig zeigt ein wissenschaftlicher Artikel in Arts von 2026, wie Fishers Begriffe in neuer Form weiterbearbeitet werden.
