David Hockney: Kunst zum Teilen
Eine Ausstellung in Gloucester zeigt Bilder als Geschenke, Nachrichten und Begleiter des Alltags.

Ein Bild kommt zu dir
Stell dir ein Plakat über deinem Küchentisch vor. Du siehst es morgens und abends. Vielleicht erinnert es dich an einen Freund. Für dich ist es dann mehr als Papier: Es gehört zu deinem Leben.
Die Ausstellung „Hockney Reproduction(s)“ ist in Gloucester in Massachusetts zu sehen. Sie läuft vom 11. September bis zum 18. Oktober 2026. Das bestätigt auch die David Hockney Foundation.
GBH veröffentlichte am 29. September 2026 eine Folge von „The Culture Show“. Darin spricht Bing McGilvray, ein langjähriger Freund von David Hockney, über die Ausstellung. Auf der Seite steht keine genaue Uhrzeit.
Was die Ausstellung zeigt
- Mehr als 90 seltene Plakate.
- Faxcollagen: Bilder aus mehreren Teilen.
- Bücher, Fotografien und Filme.
McGilvray hat die Ausstellung organisiert. Der Observer beschreibt sie als einen Blick auf Hockney durch die Augen eines Freundes. Hier geht es also auch um eine persönliche Beziehung.
Für GBH gehört das Teilen von Kunst zu Hockneys Umgang mit Kopien. Daraus entsteht eine schöne Frage: Muss ein Bild nur einmal auf der Welt sein, damit wir es lieben können?
„Das Fax als Liebesbrief“ ist hier ein Vergleich, kein echter Brief über eine Liebe. Gemeint ist: Ein gesendetes Bild kann sagen „Ich denke an dich“. Die Technik ist dabei nicht das Gegenteil von Nähe. Sie kann einen Weg zu einem anderen Menschen öffnen.
Eine Kopie ist nicht dasselbe wie ein Original. Aber stellen wir uns ein Original vor, das wir nicht kaufen können, und ein Plakat an unserer Wand. Das Plakat kann uns jeden Tag begleiten. Sein Wert liegt dann nicht nur im Preis, sondern auch in unserer Erinnerung.
