Deutschlands neuer Haushalt: Mehr Schulden, aber wofür?
Die neue Bundesregierung plant deutlich mehr Kredite. Das eröffnet Spielraum für Investitionen in Bahn, Schulen und Klima – zugleich wächst der Verteidigungsetat stark. Damit beginnt ein politischer Verteilungskampf.

Ein neuer Kurs beim Geld
Deutschland plant einen neuen Haushalt. Die Regierung von Kanzler Friedrich Merz will viel mehr Schulden machen als früher. Das ist ein klarer Wechsel. Lange wollte Berlin möglichst wenig neue Kredite aufnehmen.
Die Regierung sagt: Das Land muss investieren. Viele Brücken sind alt, Züge kommen oft zu spät, Schulen sind kaputt und Städte haben zu wenig Geld. Darum soll mehr Geld in Infrastruktur fließen.
Gleichzeitig wächst auch der Etat für die Bundeswehr stark. Kritiker sagen: Mehr Geld für Sicherheit kann nötig sein. Aber wenn zu viel Geld ins Militär geht, fehlt es vielleicht bei Kitas, Bussen oder Klimaschutz.
Der Streit ist also nicht nur: Soll Deutschland Schulden machen? Der neue Streit ist: Wofür soll das geliehene Geld genutzt werden? Diese Frage ist für den Alltag vieler Menschen wichtig.
- Mehr Geld für Straßen, Bahn und öffentliche Gebäude
- Starker Anstieg bei den Ausgaben für Verteidigung
- Kritik von Grünen und Linken am falschen Schwerpunkt
Für Europa ist das wichtig. Deutschland ist die größte Wirtschaft in der EU. Wenn Berlin mehr investiert, kann das auch Nachbarländer beeinflussen. Wenn aber vor allem aufgerüstet wird, setzt das andere politische Zeichen.
